Berichtsteil  >  Lagebericht der Konzernleitung

Ergebnisse

Gegenüber dem Vorjahr geringerer negativer Fremdwährungseinfluss

Im Berichtsjahr reduzierten sich die Fremdwährungseinflüsse als Folge der Stärke des Schweizer Frankens gegenüber allen Hauptwährungen der Gruppe deutlich, sie beeinträchtigten die Erfolgsrechnung aber immer noch substanziell negativ. Insge­samt minderten die Währungseffekte den Umsatz um rund CHF 30 Mio. Am stärksten schlug sich dabei die Umrechnung aus dem Euro nieder. Im Jahr 2012 erwirtschaftete Geberit 68% des Umsatzes im Euro-Raum, 5% in US-Dollar und 3% in britischen Pfund. Die kumulierten Währungseffekte schmälerten den Umsatz um 1,4%. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde durch den starken Schweizer Franken um rund CHF 8 Mio. reduziert.

Weitergehende negative Auswirkungen konnten dank einer effizienten natürlichen Absicherungsstrategie verhindert werden. Dabei wurde darauf geachtet, dass Kosten im gleichen Ver­hält­nis in jenen Währungen anfielen, in denen die Umsätze erwirtschaftet wurden. Vor allem im Euro und im US-Dollar gelang diese Absicherung nahezu vollumfänglich. Die in Schweizer Franken im Vergleich zum Umsatz überproportional hohen Kosten ergaben jedoch kleinere Abweichungen. Als Folge davon resultierten die Währungsverluste zur Hauptsache aus Umrechnungseffekten (Translationseffekten) und nur zu einem kleinen Teil aus Transaktionseffekten.

Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse ist von folgenden Veränderungen bei einem um 10% schwächeren respektive stärkeren Schweizer Franken auszugehen:

  -  Umsatz: +/-7% bis +/-9%
  -  EBIT: +/-9% bis +/-11%
  -  EBIT-Marge:     rund +/-0,5 Prozentpunkte

Zu weiteren Informationen zum Management von Währungsrisiken vgl.  Jahresabschluss der Geberit Gruppe, Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss, 4. Risikobewertung und -management, Management von Währungsrisiken sowie  Jahresabschluss der Geberit Gruppe, Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss, 16. Derivative Finanzinstrumente.

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Ergebnisse gesteigert – Profitabilität auf hohem Niveau gehalten

Basierend auf dem gesunden Umsatzwachstum ist es der Geberit Gruppe im Geschäftsjahr 2012 in einem anspruchs­vollen Umfeld gelungen, die Ergebnisse trotz wiederum erheblicher zusätzlicher Investitionen in das organische Wachstum zu steigern.

Der operative Cashflow (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich um 2,0% auf CHF 542,4 Mio. Die EBITDA-Marge lag mit 24,8% (Vorjahr 25,1%) leicht unter Vorjahr, erreichte damit dennoch einen Wert, der am oberen Ende des mittelfristigen Zielkorridors liegt. Über die letzten zehn Jahre betrachtet übertraf das durchschnittliche EBITDA-Wachstum von 6,3% die entspre­chen­de Umsatzzunahme von 5,6%. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 2,9% auf CHF 462,3 Mio. zu, die EBIT-Marge betrug 21,1% (Vorjahr 21,2%). Das Nettoergebnis erhöhte sich um 2,2% auf CHF 392,3 Mio., bei einer Umsatzrendite von 17,9% (Vorjahr 18,1%). Je Aktie ergab sich eine Gewinn-Zunahme von 4,8% auf CHF 10.29.

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Betriebsaufwand nur leicht angestiegen

Die Kundenboni und Skonti erhöhten sich um 5,2% auf CHF 268,2 Mio., in Prozent des Umsatzes stiegen sie von 12,0% auf 12,3%. Der Anstieg ist hauptsächlich eine Folge des Umsatzwachstums.

Der gesamte Betriebsaufwand stieg im Jahr 2012 um 2,7% auf CHF 1 457,3 Mio. In Prozent vom Umsatz entspricht dies 66,6% (Vorjahr 66,8%). Wie bereits in den Vorjahren profitierte der Betriebsaufwand von positiven Fremdwährungseffekten und kompensierte damit einen Teil des durch die negative Wäh­rungs­entwicklung verursachten Umsatzrückgangs. Zusätzlich reduzierend wirkten sich ein striktes Kosten­ma­nage­ment und fortgesetzte Prozessoptimierungen sowie der Einfluss des Insourcing der Dusch-WC-Produktion mit dem neuen Werk in Rapperswil-Jona (CH) aus. Die Rohmaterialpreise bewegen sich historisch betrachtet nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Situation stabilisierte sich jedoch im Berichtsjahr, bei den industriellen Metallen war sogar eine leichte Entspannung zu beobachten. Negativ ins Gewicht fielen die gegen Ende 2011 erfolgten substanziellen Verkaufs­preisr­eduk­tionen im Schweizer Markt als Reaktion auf den starken Schweizer Franken. Gesamthaft verminderte sich der Anteil des Materialaufwands am Umsatz von 27,7% im Vorjahr auf 27,0%. Der absolute Materialaufwand wuchs leicht um 0,5% auf CHF 590,7 Mio. Der Personalaufwand stieg um 6,4% auf CHF 463,5 Mio. an. Dies entspricht 21,2% des Umsatzes im Vergleich zu 20,5% im Vorjahr. Die Zunahme erklärt sich durch den Anstieg beim Personalbestand als Folge von laufenden organischen Wachstumsinitiativen, neugeschaffenen Arbeitsplätzen zur Eigenfertigung des Dusch-WCs und eines Kapazitätsaufbaus bei den Produktionswerken sowie aufgrund von Gehalts­erhöhungen. Die Abschreibungen verminderten sich um 3,4% auf CHF 74,3 Mio., da im Vorjahr Sonderabschreibungen das Ergebnis belasteten. Die Amortisationen auf den immateriellen Anlagen nahmen von CHF 5,9 Mio. auf CHF 5,8 Mio. ab. Der sonstige Betriebsaufwand stieg um 3,5% auf CHF 323,0 Mio. Im Vorjahresvergleich nochmals intensivierte Marketingaktivitäten, die Auswirkungen der organischen Wachstumsinitiativen sowie aufgrund des Mengenwachstums gestiegene Kosten für Energie, Hilfsmaterialien, Fracht und Zoll waren die Hauptursachen für diese Erhöhung.

Das Finanzergebnis bewegte sich mit CHF -7,2 Mio. auf Vor­jahres­höhe. Das nochmals gesunkene Zinsniveau führte im Berichtsjahr zu höheren Finanz­aufwendungen (Bewertungs­verluste auf Wertschriften), die durch geringere Währungs­verluste kompensiert wurden. Der Steueraufwand nahm um CHF 4,9 Mio. auf CHF 62,8 Mio. zu. Daraus ergab sich eine Steuerquote von 13,8% (Vorjahr 13,1%).

Anstieg beim Free Cashflow

Die Zunahme beim operativen Cashflow (EBITDA) führte beim Netto-Cashflow zu einem Anstieg von 1,9% auf CHF 504,1 Mio. Der Free Cashflow wuchs um 1,3% auf CHF 391,0 Mio. Das im Vergleich zum Netto-Cashflow geringere Wachstum resultierte aus der umsatzbedingten Zunahme des Nettoumlaufvermögens, das nur teilweise durch tiefere Investitionen in Sachanlagen kompensiert werden konnte. Aus dem Free Cashflow wurden im Wesentlichen Ausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von CHF 241,7 Mio. vorgenommen und – im Rahmen des Ende 2012 abgeschlossenen Aktienrückkaufprogramms – eigene Aktien im Wert von CHF 197,6 Mio. zurückgekauft.

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