Berichtsteil  >  Lagebericht der Konzernleitung

Finanzstruktur

Solides finanzielles Fundament

Der substanzielle Beitrag aus dem Free Cashflow trug – trotz des bis Ende Berichtsjahr laufenden Aktienrückkauf-Programms – zum sehr soliden finanziellen Fundament der Geberit Gruppe bei.

Die Bilanzsumme nahm von CHF 2 122,7 Mio. auf CHF 2 007,4 Mio. ab, wobei der starke Schweizer Franken wiederum eine dämpfende Wirkung auf viele Bilanzpositionen hatte.

Der Cashbestand reduzierte sich deutlich, was darauf zurückzuführen war, dass eigene Aktien zurückgekauft und plangemäss Schulden zurückbezahlt wurden. Neben liquiden Mitteln und Wertschriften von CHF 423,1 Mio. (Vorjahr CHF 542,0 Mio.) standen nicht beanspruchte Betriebs­kredit­linien in Höhe von CHF 197,9 Mio. zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten verminderten sich als Folge der erwähnten Rückzahlung von Schulden um CHF 60,9 Mio. auf CHF 14,7 Mio. Daraus resultierte per Ende 2012 ein positiver Netto-Cashbestand in Form von Netto-Finanzverbindlichkeiten von CHF -408,4 Mio. (Vorjahr CHF -466,4 Mio.).

Das Nettoumlaufvermögen stieg um CHF 20,3 Mio. auf CHF 134,4 Mio. an, was zur Hauptsache auf das Umsatz­wachs­tum zurückzuführen war. Die Sachanlagen erhöhten sich leicht von CHF 516,2 Mio. auf CHF 521,2 Mio., der Goodwill und die immateriellen Anlagen gingen von CHF 645,2 Mio. auf CHF 638,1 Mio. zurück.

Das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu Eigen­kapital (Gearing) nahm von -32,9% im Vorjahr auf -28,5% ab. Die Eigenkapitalquote stieg von 66,9% auf sehr solide 71,3% an. Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital betrug die Eigen­kapital­rendite (ROE) 28,1% (Vorjahr 26,0%). Das durchschnittlich investierte Betriebs­kapital aus Netto­umlauf­vermögen, Sachanlagen sowie Goodwill und immateriellen Anlagen erreichte Ende 2012 CHF 1 346,0 Mio. (Vorjahr CHF 1 327,6 Mio.). Die Rendite auf dem investierten Betriebs­kapital (ROIC) betrug 29,3% (Vorjahr 28,8%). Details zu den Gearing-, ROE- und ROIC-Berechnungen siehe  Jahresabschluss der Geberit Gruppe, Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss, 5. Kapitalmanagement.

Am 31. Dezember 2012 hielt die Geberit Gruppe 1 235 345 eigene Aktien in ihrem Bestand, was 3,2% der im Handels­register eingetragenen Aktien entsprach. Davon stammen 1 022 578 (2,6% der im Handels­register eingetragenen Aktien) aus dem Aktienrückkauf-Programm, das Anfang 2011 gestartet wurde. Der restliche Bestand von rund 213 000 eigenen Aktien ist vorwiegend für Beteiligungsprogramme bestimmt. Das erwähnte Aktienrückkauf-Programm wurde am 20. Dezember 2012 vorzeitig abgeschlossen. Insgesamt wurden wie ursprüng­lich vorgesehen 2 048 578 Namenaktien für CHF 390 172 725, entsprechend 5,28% des aktuell im Handels­register einge­tra­genen Aktienkapitals, zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte auf einer speziell dafür eingerichteten zweiten Handelslinie. Der durchschnittliche Kaufpreis je Aktie betrug CHF 190.46. Die Generalversammlung vom 4. April 2012 stimmte einer Kapital­herabsetzung in Höhe der im Jahr 2011 zurückgekauften Aktien zu. Die Kapitalherabsetzung wurde nach Ablauf einer Frist von zwei Monaten und nach dreimaligem Schuldenruf im Schweizerischen Handelsamtsblatt per 29. Juni 2012 realisiert. Der im Handelsregister eingetragene Aktienbestand beträgt neu 38 821 005. Für die restlichen 1 022 578 Aktien, die 2012 zurückgekauft wurden, ist vorgesehen, der General­versamm­lung vom 4. April 2013 eine Kapitalherabsetzung zu beantragen und diese Aktien zu vernichten.