Berichtsteil  >  Lagebericht der Konzernleitung

Compliance

Hoher Stellenwert der Compliance-Prozesse

Geberit nimmt Compliance äusserst ernst. Die entsprechenden Prozesse werden von den beteiligten Abteilungen kontinuierlich optimiert. Im Vordergrund stehen die fünf Themenfelder «Kartell­recht», «Verhinderung von Korruption», «Arbeitnehmer­rechte», «Produkthaftung» und «Umweltschutz». Preisabspra­chen, Kartelle oder andere wettbewerbsverzerrende Aktivitäten werden kategorisch abgelehnt. Anlässlich der jährlichen Berichterstattung zum Verhaltenskodex für Mitarbeitende wird die Einhaltung der Compliance-Richtlinien in allen Organisa­tions­einheiten verbindlich kontrolliert. Dieses Reporting umfasst insgesamt rund 50 Fragen zu den erwähnten fünf Themen­feldern. Seit 2009 findet diese Umfrage jedes Jahr statt und bildet die Grundlage für den jährlichen Compliance-Bericht an die Konzernleitung. Ausserdem werden Audits vor Ort durch­geführt und bei Fehlverhalten korrigierende Massnahmen ergriffen. Die Ergebnisse werden im  Sustainability Performance Report veröffentlicht. 2012 wurde ein Verstoss gegen den Verhaltenskodex festgestellt, entsprechende Korrekturmassnahmen wurden eingeleitet.

Nach der 2011 durchgeführten Schulung von rund 700 Mitarbei­tenden in Europa (Geschäftsführer, Mitarbeitende der Vertriebs­gesellschaften auf Managementebene und Aussendienstmit­ar­beitende) zum Thema Kartellrecht wurde im Berichtsjahr das umfangreiche E-Learning-Programm für weitere Standorte zur Verfügung gestellt. Im ersten Quartal 2013 werden die ent­spre­chenden Schulungen an den Standorten in China, Indien, Südafrika, Singapur, Australien und in den USA durchgeführt.

Als aktives Mitglied von Transparency International orientiert sich Geberit an hohen Standards der Korruptionsbekämpfung und setzt sie auch entsprechend um. 2012 wurden sämtliche Geschäftsführer in allen Ländern detailliert zu ihrer Zuwen­dungspraxis befragt (letzte Umfrage 2009). Dazu wurde der Fragebogen überarbeitet und erweitert. Die Umfrageergebnisse fliessen in das Compliance-Reporting ein.

Nur ein tatsächlich gelebter Verhaltenskodex ist wirksam. Daher wurde 2012 eine sogenannte «Integrity Line» eingerichtet, die am 1. Januar 2013 ihren Betrieb aufnimmt. Ziel ist es, Verstösse gegen den Kodex in Erfahrung zu bringen und zu beenden beziehungsweise zu sanktionieren (Details dazu vgl.  Kapitel Mitarbeitende). Insgesamt hat sich seit Einführung des Verhaltenskodex‘ und dazu gehöriger Schulung das Bewusstsein der Mitarbeitenden für Fehlverhalten und das Verständnis für die Compliance-Thematik deutlich verstärkt.