Finanzteil  >  Konsolidierter Jahresabschluss der Geberit Gruppe

Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss

  1. 1. Allgemeine Information und Grundsätze der Darstellung

  2. 2. Änderungen in der Konzernstruktur

  3. 3. Zusammenfassung der wichtigsten Grundsätze der Rechnungslegung

    Neue oder revidierte IFRS-Richtlinien 2012 und deren Anwendung durch die Gruppe
    Standard/Interpretation Inkraftsetzung Bedeutung für Geberit Einführung
    IFRS 1 – Erstmalige Anwendung 1.7.2011 Anpassung betreffend Hyperinflation und funktionaler Währung. Diese Anpassung hat keine Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2012
    IFRS 7 – Finanzinstrumente: Angaben 1.7.2011 Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten. Diese Anpassung hat keine Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2012
    IAS 1 – Darstellung des Abschlusses 1.7.2012 Neue Vorschriften zur Unterteilung der im konsolidierten Gesamtergebnis dargestellten Posten nach zwei Kategorien – in Abhängigkeit davon, ob sie in Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2013
    IAS 12 – Ertragssteuern 1.7.2011 Anpassung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Diese Anpassung hat keine Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2012

    Neue oder revidierte IFRS-Richtlinien ab 2013 und deren Anwendung durch die Gruppe
    Standard/Interpretation Inkraftsetzung Bedeutung für Geberit Geplante Einführung
    IFRS 9 – Finanzinstrumente: Teil 1 Klassifizierung und Bewertung 1.1.2015 IFRS 9 behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbind­lichkeiten. Die neuen Regeln sind das Resultat der ersten Phase des Projekts zur Ablösung von IAS 39. Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2015
    IFRS 10 – Konzernabschlüsse 1.1.2013 Dieser Standard ersetzt die Konsolidierungs­leitlinien im bisherigen IAS 27 und SIC-12. Dabei erfolgt eine einheitliche Definition der Kontrolle resp. Beherrschung. Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahres­rechnung. 1.1.2013
    IFRS 11 – Gemeinschaftliche Vereinbarungen 1.1.2013 Ersetzt IAS 31 Joint Ventures und SIC 13. Wegfall der Quoten­konsoli­dierung. Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahres­rechnung. 1.1.2013
    IFRS 12 – Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 1.1.2013 Erweiterung der Offenlegungspflichten von Tochter­gesell­schaften, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, Assoziierten und nicht konsolidierten Gesellschaften. Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahres­rechnung. 1.1.2013
    IFRS 13 – Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013 Übergeordneter Standard zur Bewertung und Offenlegung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Markt­teilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungs­stichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Dieser wird entsprechend offengelegt (Level 1 – 3). Diese Anpassung hat keine wesentliche Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung. 1.1.2013
    IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 1) Die optionale Korridormethode wird abgeschafft. Da die Geberit Gruppe bereits heute die Verbuchung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Gesamtergebnis vornimmt, hat diese Anpassung keinen Einfluss auf die konsolidierte Jahresrechnung.
    2) Die jährlichen Vorsorgekosten umfassen neu den Netto­zins­aufwand bzw. -ertrag berechnet auf der Nettoposition des Plans unter Verwendung des Diskontierungssatzes für die leistungsorientierten Verpflichtungen. Diese Anpassung wird auf Basis heutiger Annahmen bei der Geberit Gruppe zu rund MCHF 6 zusätzlichen Kosten führen.
    3) Neue prinzipienorientierte Angabepflichten werden eingeführt, welche weitreichende Einblicke in das (Risiko-) Management der Pensionspläne gewähren. Aufgrund dieser Anpassung muss der Anhang erweitert werden.
    1.1.2013
    «Annual improvements» von IFRS Standards und Interpretations (IFRIC) Div. Die üblichen jährlichen Präzisierungen und kleineren Anpassungen an diverse Standards sowie die Inter­preta­tionen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung. Div.
    Die Geberit Gruppe plant keine frühzeitige Anwendung eines Standards oder einer Interpretation (IFRIC).

    Fremdwährungsumrechnung

    Die Gesellschaften der Gruppe verwenden als funktionale Währung im Allgemeinen die im relevanten lokalen Wirtschaftsraum gültige Währung. Fremdwährungstransaktionen werden zum Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls oder zu einem diesem Wechselkurs angenäherten Kurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungspositionen zu konzerneinheitlichen Jahresendkursen bewertet, und Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Kursdifferenzen auf gruppeninternen Darlehen mit Beteiligungscharakter werden in der Darstellung   «Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung» unter Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. In der Konsolidierung werden Aktiven und Passiven, die in einer anderen funktionalen Währung als in Schweizer Franken ausgewiesen sind, zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum Jahresdurchschnittskurs (umsatzgewichtet) umgerechnet. Umrechnungsgewinne oder -verluste werden in der Darstellung   «Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung» unter Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen.

    Liquide Mittel

    Zu den liquiden Mitteln gehören Bargeld, Guthaben bei Banken sowie kurzfristige, äusserst liquide Finanzanlagen mit Restlaufzeiten von höchstens drei Monaten ab deren Erwerb, die jederzeit in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Der Buchwert der liquiden Mittel entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit ungefähr dem beizulegenden Zeitwert dieser Anlagen.

    Wertschriften

    Wertschriften im Umlaufvermögen sind marktgängige, leicht realisierbare Titel. Wertschriften mit einer Restlaufzeit zwischen 4 und 12 Monaten oder bei welchen die Absicht eines kurzfristigen Wiederverkaufs im Vordergrund steht, werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet.

    Vorräte

    Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräusserungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten sowie Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Standort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts ermittelt. Der Nettoveräusserungswert entspricht dem geschätzten Veräusserungserlös abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung und der für den Verkauf anfallenden Kosten. Es werden Wertberichtigungen für unverkäufliche Vorräte und Vorräte mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen.

    Sachanlagen

    Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen ausgewiesen. Wertvermehrende Aufwendungen, die zu einer Verlängerung der Nutzungsdauer der Anlagegüter, zur Erzielung einer wesentlichen Verbesserung der Produktionsqualität oder zur wesentlichen Senkung der Produktionskosten beitragen, werden aktiviert und über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungen von Sachanlagen erfolgen linear mit folgenden Nutzungsdauern: Gebäude (15–50 Jahre), Produktionsmaschinen und Montagelinien (8–15 Jahre), Formen (4–6 Jahre), Mobiliar und Einrichtungen (4–20 Jahre), Fahrzeuge (5–10 Jahre). Grundstücke werden nicht planmässig abgeschrieben. Reparaturen und Unterhalt für Sachanlagen werden der Erfolgsrechnung belastet.

    Für alle wesentlichen qualifizierten Vermögenswerte werden während der Erstellung anfallende Fremdkapitalzinsen in Übereinstimmung mit IAS 23 aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen. Wenn Fremdmittel speziell aufgenommen wurden, sind die aktivierbaren Kosten die tatsächlich angefallenen Kosten abzüglich etwaiger Anlageerträge aus der vorübergehenden Zwischenanlage dieser Kredite. Wenn Fremdmittel Teil eines allgemeinen Pools sind, ist der aktivierbare Betrag durch Anwendung eines Finanzierungskostensatzes auf die Ausgaben für diesen Vermögenswert zu bestimmen.

    Falls Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, wird der erzielbare Ertrag des Vermögenswerts ermittelt und mit dem aktuellen Buchwert verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Ertrag, wird der Vermögenswert entsprechend erfolgswirksam reduziert.

    Immaterielle Anlagen und Goodwill

    Die Gruppe ermittelt den Goodwill aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und den Nettoaktiven der erworbenen Gesellschaft, beide bewertet zum beizulegenden Zeitwert. Sofern die Nettoaktiven über dem Kaufpreis liegen, wird der Gewinn sofort erfolgswirksam erfasst.

    Goodwill sowie immaterielle Anlagen wie von Drittparteien erworbene Patente, Markenrechte und Software werden zu deren Anschaffungskosten bilanziert und grundsätzlich nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Goodwill und immaterielle Anlagen ohne bestimmbare Nutzungsdauer werden nicht planmässig amortisiert, sondern mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Da die Geberit Markenrechte einen inhärenten Bestandteil des Geschäftsmodells der Geberit Gruppe darstellen und diese somit auf unbestimmte Zeit genutzt werden, ist diesen eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen worden. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Erfolgsrechnung erfasst und im Fall von Goodwill in Folgeperioden nicht wieder aufgeholt. Immaterielle Anlagen mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden linear amortisiert. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: Patente und Technologie (10 Jahre), Markenrechte (5 Jahre) und Software (4–6 Jahre).

    Bewertung von immateriellen Anlagen und Goodwill

    Immaterielle Anlagen mit unbeschränkter Nutzungsdauer und Goodwill werden mindestens an jedem Bilanzstichtag einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der erzielbare Ertrag des Vermögenswerts ermittelt und mit dem aktuellen Buchwert verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Ertrag, wird der Vermögenswert entsprechend reduziert. Die Gruppe erfasst die Differenz zwischen erzielbarem Ertrag und Buchwert als Aufwand. Die Bewertung erfolgt auf Stufe der einzelnen Vermögensgegenstände oder, falls dies nicht möglich ist, auf Stufe einer Gruppe von Vermögensgegenständen, denen separate Mittelflüsse zurechenbar sind. Die Geberit Markenrechte werden auf Stufe Konzern bewertet.

    Für die Werthaltigkeitstests von immateriellen Anlagen mit unbegrenzter Nutzungsdauer und Goodwill verwendet die Gruppe die jeweils aktuellen Businesspläne (Zeitraum vier Jahre) mit den darin enthaltenen Annahmen zu Preis-, Markt- und Marktanteilsentwicklung. Für die Abdiskontierung der zukünftigen Geldflüsse werden markt- respektive landesspezifische Diskontierungssätze verwendet. Das Management betrachtet die Diskontierungssätze, die Wachstumsraten und die Entwicklung der operativen Margen als die zentralen Grössen bezüglich der Berechnung des erzielbaren Ertrags. Die detaillierten Annahmen werden in der  Note 12 ausgewiesen.

    Rückstellungen

    Rückstellungen werden durch die Gruppe dann gebildet, wenn aufgrund vergangener Ereignisse eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung einer Entschädigung besteht und der Betrag der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Für Produktgarantieleistungen bildet die Gruppe Rückstellungen zum Verkaufszeitpunkt auf der Basis geschätzter Ansprüche. Die effektiv angefallenen Kosten werden bei Zahlung gegen die gebildeten Rückstellungen verrechnet.

    Umsatzerlöse

    Die gemäss IFRS relevante Umsatzgrösse ist der in der Zeile «Umsatzerlös» ausgewiesene Wert. Als Zusatzinformation beginnt die konsolidierte Erfolgsrechnung jedoch mit der Grösse «Umsatz», um damit auch die Entwicklung der für das Geschäftsmodell der Geberit wesentlichen Grössen «Kundenboni und Skonti» offenzulegen.

    Kundenboni sind Erlösminderungen, die an die Erreichung von vordefinierten Umsatzzielen geknüpft sind. Skonti sind bei der fristgerechten Zahlung abgezogene Beträge, welche beim Zahlungseingang verbucht werden.

    Die Umsatzerlöse werden bei Übergang von Nutzen und Gefahr erfasst, was im Normalfall beim Versand der Produkte, d. h. bei Übergabe der Produkte an den Frachtführer an der Rampe der Geberit Logistikzentren der Fall ist. Die Umsatzerlöse umfassen den fakturierten Nettoumsatz nach Abzug von auf der Kundenrechnung ausgewiesenen Rabatten. Nachträglich gewährte Kundenboni und Skonti sind ebenfalls in Abzug gebracht.

    Zusätzliche Informationen zum Geschäftsmodell sind in der  Note 1 und  29 verfügbar.

    Marketingaufwendungen

    Alle Werbe- und Verkaufsförderungskosten werden im Entstehungsjahr als Aufwand der Erfolgsrechnung belastet.

    Steuern

    Der konsolidierte Jahresabschluss beinhaltet direkte Ertragsteuern, welche, basierend auf den steuerbaren Gewinnen der Gruppengesellschaften, gemäss den nationalen Steuergesetzen berechnet wurden. Auf allen Abweichungen zwischen Steuerwert und Buchwert von Vermögenswerten und Schulden, welche zu zeitlichen Verschiebungen in der Besteuerung führen, werden latente Steuern ermittelt und bilanziert. Die Berechnung erfolgt nach der Liability-Methode, d. h. unter Verwendung des aktuell gültigen respektive des voraussichtlich in der Periode, in der die zeitliche Verschiebung wieder rückgängig gemacht wird, geltenden Steuersatzes. Falls die Realisierbarkeit von zukünftigen Steuereinsparungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und anderen latenten Steueraktiven nicht mehr gegeben ist, werden die latenten Steueraktiven entsprechend reduziert.

    Latente Steuerverbindlichkeiten für nicht rückforderbare Quellensteuern oder sonstige aus einer Gewinnausschüttung resultierende Steuern werden nur für diejenigen ausländischen Gruppengesellschaften gebildet, bei denen eine Abführung von thesaurierten Gewinnen beabsichtigt ist und das Mutterunternehmen die Dividendenpolitik beherrscht.

    Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

    Geberit gibt jährlich ca. 2% des Umsatzes für Forschung und Entwicklung (F&E) aus. Die Höhe der Kosten ist über die Jahre relativ konstant. Ungefähr 70% der F&E-Kosten fallen in Zusammenhang mit der Grundlagenforschung, Produkt- und Sortimentspflege, Kundensoftware-Entwicklung und F&E-Support/Overhead an. Bei den restlichen Kosten (ca. 30%) handelt es sich um Entwicklungskosten von neuen Produkten. Diese Kosten werden aktiviert, wenn es sich um die Entwicklung wesentlicher neuer Produkte handelt. Für wesentliche Entwicklungsprojekte wird zu jedem Bilanzstichtag geprüft, ob die einzelnen Aktivierungskriterien gemäss IAS 38.57 erfüllt sind. In 2012 war dies nicht der Fall und der Entwicklungsaufwand wurde direkt in der Erfolgsrechnung erfasst. Der Wert im Jahr 2012 betrug MCHF 49,8 (VJ: MCHF 48,4). Die Aufwendungen sind in den Positionen Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger Betriebsaufwand, netto, enthalten.

    Personalvorsorge

    Die Gruppe unterhält verschiedene Vorsorgeeinrichtungen, die sowohl leistungs- als auch beitragsorientiert ausgestaltet sind. Diese Vorsorgeeinrichtungen richten sich nach den Vorschriften der Länder, in denen die Gruppe tätig ist. Bei leistungsorientierten Vorsorgeeinrichtungen wird der Barwert der Anwartschaft (Defined Benefit Obligation) aufgrund der Dienstzeit, der erwarteten Gehalts- und Rentenentwicklung und der erwarteten Rendite der Vermögensanlage periodisch von unabhängigen Versicherungsexperten mittels der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Anpassungen aufgrund aktualisierter Erfahrungswerte und Effekte aus Änderungen der versicherungstechnischen Annahmen werden in der   «Konsolidierten Gesamtergebnisrechnung» ausgewiesen. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen mit einer unabhängigen Vorsorgeeinrichtung wird das Deckungsverhältnis (Funded status) der Vorsorgeeinrichtung in die Konzernbilanz übernommen. Bei einem Überschuss erfolgt die Aktivierung in Übereinstimmung mit IAS 19.58 und IFRIC 14.

    Die im Zusammenhang mit leistungsorientierten Pensionsplänen ermittelten jährlichen Vorsorgekosten (Net Periodic Pension Cost) werden erfolgswirksam in der jeweiligen Periode erfasst. Bei beitragsorientierten Vorsorgeeinrichtungen werden die jährlichen Kosten als Prozentsatz der versicherten Gehälter ermittelt und ebenfalls der Erfolgsrechnung belastet.

    Beteiligungsprogramme

    Rabatte, welche Mitarbeitern und Verwaltungsräten beim Bezug von Geberit Aktien im Rahmen von Beteiligungsprogrammen gewährt werden, werden im gleichen Jahr der Erfolgsrechnung belastet.

    Die im Rahmen der Kader- und Optionsprogramme zugeteilten Optionen werden zum Zuteilungszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser Wert wird mit Hilfe des Binomialmodells ermittelt, mit einer Austrittswahrscheinlichkeit korrigiert und linear über den Erdienungszeitraum dem Personalaufwand belastet.

    Ergebnis je Aktie

    Die Anzahl der Stammaktien für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird jeweils auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ausgegebenen Stammaktien abzüglich der gewichteten durchschnittlich gehaltenen Anzahl eigener Aktien ermittelt. Für das verwässerte Ergebnis je Aktie wird eine bereinigte Anzahl Stammaktien aus der Summe der zur Berechnung des Ergebnis je Aktie verwendeten Stammaktien sowie der potenziell verwässernd wirkenden Stammaktien aus Optionsprogrammen ermittelt. Zur Berücksichtigung der Verwässerung aus Optionsprogrammen wird die Zahl der Stammaktien ermittelt, die auf Basis der kumulierten Differenz zwischen Markt- und Ausübungspreis der ausstehenden Optionen zum Marktpreis hätten gekauft werden können. Der dazu verwendete Marktpreis entspricht dem Durchschnittspreis der Aktien im Geschäftsjahr.

    Das Ergebnis respektive das verwässerte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem verteilbaren Nettoergebnis und der jeweils relevanten Anzahl Stammaktien.

    Finanzinstrumente

    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Aktiven werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Buchwert dieser Positionen entspricht grundsätzlich dem beizulegenden Zeitwert.

    Die Erfassung und Bewertung von Wertschriften ist im Kapitel  «Wertschriften» beschrieben.

    Die erstmalige Erfassung von Schulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäss der Effektivzinsmethode. Die Gruppe klassifiziert Schulden als langfristig, wenn sie am Bilanzstichtag das Recht besitzt, deren Tilgung auf zumindest 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

    Die erstmalige Erfassung und die nachfolgende Bewertung von Derivaten erfolgen zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert und basieren je nach Derivat auf eigenen Bewertungen oder auf der vom jeweiligen Finanzinstitut durchgeführten Bewertung (vgl.  Note 16).

    Hedge Accounting

    Geberit wendet Hedge Accounting in Übereinstimmung mit IAS 39 zur Absicherung von bestehenden Bilanzpositionen und zukünftigen Cashflows an und reduziert somit die Ergebnisvolatilität in der Erfolgsrechnung. Die Wertänderung der als «Fair Value Hedge» klassifizierten Instrumente wird zusammen mit der Wertänderung des zugrunde liegenden Instruments direkt in die Erfolgsrechnung, netto, verbucht. Der effektive Anteil des Instruments, der als «Cashflow Hedge» klassifiziert wird, ist in der   «Konsolidierten Gesamtergebnisrechnung» ausgewiesen. Der nicht wirksame Anteil dieses Instruments wird unter Finanzergebnis, netto, verbucht.

  4. 4. Risikobewertung und -management

  5. 5. Kapitalmanagement

  6. 6. Wertschriften

  7. 7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

  8. 8. Sonstige kurzfristige Aktiven und Finanzanlagen

  9. 9. Vorräte

  10. 10. Sachanlagen

  11. 11. Sonstige langfristige Aktiven und Finanzanlagen

  12. 12. Goodwill und immaterielle Anlagen

  13. 13. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

  14. 14. Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

  15. 15. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

  16. 16. Derivative Finanzinstrumente

  17. 17. Personalvorsorge

  18. 18. Beteiligungsprogramme

  19. 19. Latente Steuerforderungen und –verbindlichkeiten

  20. 20. Sonstige langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

  21. 21. Eventualverbindlichkeiten

  22. 22. Aktienkapital und eigene Aktien

  23. 23. Ergebnis je Aktie

  24. 24. Kundenboni und Skonti

  25. 25. Sonstiger Betriebsaufwand, netto

  26. 26. Finanzergebnis, netto

  27. 27. Ertragsteuern

  28. 28. Cashflow-Kennzahlen

  29. 29. Segment Reporting

  30. 30. Transaktionen mit nahestehenden Personen

  31. 31. Wechselkurse

  32. 32. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

  33. 33. Zusatzinformationen für Finanzinstrumente

  34. 34. Gesellschaften im Konsolidierungskreis der Gruppe per 31. Dezember 2012