Nachhaltigkeit  >  Sustainability Performance Report

9. Gesellschaft (SO)

  1. DMA-SO Managementansatz Gesellschaft

    Für Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung in der Geschäftstätigkeit der Geberit Gruppe sind die zentralen Bereiche Umwelt und Nachhaltigkeit (Aspekt Gemeinwesen) und Legal Services (Aspekte Korruption, wettbewerbswidriges Verhalten, Einhaltung sonstiger grundlegender Gesetze) zuständig.

    Geberit setzt intern wie extern auf Dialog. An allen Produktionsstandorten werden die Anregungen und Bedürfnisse lokaler Stakeholder erfasst, um möglichen Problemen wie Lärmemissionen entgegenzuwirken und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu nutzen. So diente ein  «Runder Tisch» mit regionalen Landwirten zur Einigung auf die Leitlinien für die Erzeugung von Biogas für den Produktionsstandort Pfullendorf (DE).

    Geberit will ein Vorbild für ethisches, umweltfreundliches und sozial verträgliches Wirtschaften sein. Der  Geberit Verhaltenskodex ist die massgebende Orientierungshilfe in Bezug auf integeres Verhalten im gesellschaftlichen Kontext. Dabei ist zum Beispiel ein weltweit faires Wettbewerbsverhalten ein wichtiger Grundsatz. Kartelle jeder Art oder andere wettbewerbsverzerrende Aktivitäten werden abgelehnt. Als Mitglied von Transparency International Schweiz bekennt sich Geberit zu den hohen Standards der Korruptionsbekämpfung. Zur Prävention gibt es klare Richtlinien, unddie Mitarbeitenden werden in diesem Gebiet kontinuierlich geschult. Im Rahmen einer jährlichverbindlichen Umfrage bei allen Ländergesellschaften wird die Einhaltung der Richtlinien kontrolliert (zu den Ergebnissen siehe die einzelnen Indikatoren). Die interne Überprüfung wird durch Audits vor Ort ergänzt. Im Falle von Fehlverhalten werden korrigierende Massnahmen ergriffen.

    Hinsichtlich Massnahmen und Zielen zum Verhaltenskodex siehe auch  www.geberit.com > Nachhaltigkeit > Nachhaltigkeitsstrategie.

  2. SO1 Auswirkungen auf das Gemeinwesen

    Das Konfliktpotential mit dem Gemeinwesen in der Nachbarschaft von Standorten wird generell als klein eingestuft. Im Rahmen des Umweltmanagements nach ISO 14001 wird an allen Produktionsstandorten eine Stakeholderanalyse erstellt. Darauf aufbauend werden die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit und Produktion auf örtliche Gemeinden und Regionen bewertet.

    Geberit pflegt gute Beziehungen zur Nachbarschaft und führt entsprechende Massnahmen an den Standorten durch: zum Beispiel Tag der offenen Tür, Engagement in Vereinen, etc.. Dies wird von der Nachbarschaft immer wieder honoriert: Beispielsweise zeichnete Ende 2012 der Landkreis Weilheim-Schongau (DE) den dort lokal ansässigen Geberit Produktionsstandort mit dem Zertifikat «StandortProfi 2012» für sein nachhaltig unternehmerisches Engagement aus. Die Fachjury des Wettbewerbs sah in dem besonderen Engagment für den Standort eine Vorbildfunktion für andere mittelständische Betriebe.

    Für weitere Informationen, siehe  4.16 und  4.17.

  3. SO2 Prüfung der Geschäftseinheiten auf Korruptionsrisiken

    Gemäss der jährlichen, verbindlichen Umfrage bei allen Gesellschaften der Geberit Gruppe gab es 2012 keine Fälle von Korruption.

    Auch bei den periodischen Überprüfungen der Produktionswerke und Vertriebsgesellschaften durch die Interne Revision ist das Thema Korruption ein Bestandteil des Prüfprogramms. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Prüfungshandlungen und Interviews durchgeführt. Die jährliche Prüfplanung der Internen Revision erfolgt risikoorientiert. Jede Gesellschaft wird mindestens alle 4 Jahre geprüft, bei erhöhtem Risikoprofil häufiger. 2012 hat die Interne Revision insgesamt 19 Gesellschaften geprüft. Dies sind rund ein Drittel aller Geberit Gesellschaften. Zudem werden pro Jahr ca. 2 - 3 Vertiefungsprüfungen durchgeführt, bei denen der Prüffokus auf den Prozessen von konzernweiten Funktionen liegt (z. B. Einkauf, Logistik, Steuern, HR, IT, etc.). Im Geschäftsjahr 2012 wurde kein Fall von Korruption festgestellt.

  4. SO3 Schulungen zur Antikorruptionspolitik

    2008 wurden über 98% der Mitarbeitenden zum Geberit Verhaltenskodex informiert und geschult. Die Schulung legt mit Hilfe von Kurzfilmen («Animatics») einen Fokus auf Graubereiche in vier Themen von Relevanz: Bestechung (Korruption), sexuelle Belästigung, Mobbing und IT-Missbrauch. Wie bisher wurden auch 2012 Neueintretende im Rahmen von Welcome-Veranstaltungen entsprechend geschult. Zudem werden seit 2012 Beiträge zur Sensibilisierung des Geberit Verhaltenskodex im Intranet publiziert.

    2012 wurden sämtliche Geschäftsführer in allen Ländern detailliert zu ihrer Zuwendungspraxis befragt (letzte Umfrage 2009). Dazu wurde der Fragebogen überarbeitet und erweitert. Die Umfrageergebnisse fliessen in das Compliance-Reporting ein.

  5. SO4 Massnahmen aufgrund von Korruptionsvorfällen

    Es waren keine Massnahmen nötig, da im Geschäftsjahr 2012 kein Fall von Korruption festgestellt wurde.

  6. SO5 Politische Positionen und Einflussnahme

    Geberit gibt in der Regel keine politischen Stellungnahmen ab und führt kein politisches Lobbying durch.

  7. SO6 Zuwendungen an Politik

    Geberit tätigt in der Regel keine Zuwendungen an Parteien und Politiker. Alle Spendenengagements (siehe  EC8) sind parteipolitisch neutral.

  8. SO7 Wettbewerbswidriges Verhalten

    Es liegen keine Klagen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens vor.

    Kartelle jeder Art oder andere wettbewerbsverzerrende Aktivitäten werden kategorisch abgelehnt. Nach der im Jahr 2011 durchgeführten Schulung von rund 700 Mitarbeitenden in Europa (Geschäftsführer, Mitarbeitende der Vertriebsgesellschaften auf Managementebene und Aussendienstmitarbeitende) zum Thema Kartellrecht wurde im Berichtsjahr das umfangreiche E-Learning-Programm für weitere Standorte zur Verfügung gestellt. Anfang 2013 werden die entsprechenden Schulungen an den Standorten in China, Indien, Südafrika, Singapur, Australien und in den USA durchgeführt. Zudem werden eintretende Geschäftsführer von Vertriebsgesellschaften intensiv im Kartellrecht ausgebildet.

  9. SO8 Sanktionen wegen Verstoss gegen Rechtsvorschriften

    Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine Bussgelder hinsichtlich Verstössen gegen Rechtsvorschriften.