Risiko-Management

Zum Thema Risiko-Management vgl. auch Corporate Governance, 3.7 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Konzernleitung, 3. Abschnitt.

Im Rahmen des Prozesses zur Risikoidentifikation, -analyse und -steuerung wurden folgende Risiken für die Geberit Gruppe als bedeutend eingestuft:

Entwicklung der europäischen Bauwirtschaft

Durch den hohen Anteil des stabilen Renovationsgeschäfts am Gesamtumsatz ist die Geberit Gruppe gut gegen Schwankungen der Baukonjunktur abgesichert. Zudem sorgt die tiefe Durchdringung mit moderner Sanitärtechnologie in vielen Märkten dafür, dass ein nachhaltig hohes Potenzial für Umsatzwachstum – unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – besteht.

Integration des Keramikgeschäfts in die Geberit Gruppe

Die wesentlichen Schritte wurden per Ende 2017 abgeschlossen. Vgl. dazu auch Sanitec Integration.

Verfügbarkeit Rohmaterialien

Die Verfügbarkeit von Rohmaterialien für den Produktionsprozess wird durch professionelle, institutionalisierte Einkaufsprozesse und durch konsequentes Global- und Dual-Sourcing sichergestellt.

Veränderungen im kompetitiven Umfeld

Innovative Produkte und das seit der Integration des Keramikgeschäfts umfassende Produktspektrum stellen sicher, dass die Geberit Gruppe die führende Marktposition aufrechterhalten kann. Entscheidend ist zudem die starke Partnerschaft mit dem Handwerk im Rahmen des dreistufigen Vertriebsmodells.

Information Technology

Die Geberit Gruppe ist permanent daran, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmassnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind umfangreiche Massnahmen etabliert.

Einhaltung von Gesetzen

Die Geberit Gruppe ist diversen juristischen Risiken ausgesetzt, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben. Um Verstösse gegen Gesetze oder Richtlinien zu vermeiden, sind umfassende Compliance-Prozesse in Kraft.

Management von Währungsrisiken

Generell werden Auswirkungen von Währungsschwankungen dank einer effizienten natürlichen Absicherungsstrategie so weit wie möglich minimiert. Dabei wird darauf geachtet, dass in den verschiedenen Währungsräumen die Kosten im gleichen Verhältnis anfallen, wie Umsätze erwirtschaftet werden. Als Folge dieser natürlichen Absicherung haben Währungsschwankungen nur geringe Auswirkungen auf die Margen. Gewinne oder Verluste resultieren hauptsächlich aus der Umrechnung der lokalen Ergebnisse in Schweizer Franken (Translationseffekte). Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse ist von folgenden Veränderungen bei einem um 10% schwächeren respektive stärkeren Schweizer Franken gegenüber allen anderen Währungen auszugehen:

  -  Nettoumsatz: +/-9%
  -  EBITDA: +/-9%
  -  EBITDA-Marge:     +/-0 Prozentpunkte

Zu weiteren Informationen zum Management von Währungsrisiken vergleiche Jahresabschluss der Geberit Gruppe, Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss, 4. Risiko­bewertung und -management, Management von Währungsrisiken sowie Jahresabschluss der Geberit Gruppe, Anhang zum konsolidierten Jahresabschluss, 15. Derivative Finanzinstrumente.